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Zum Ende der Seite springen Auf der Suche nach der Wahrheit
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Manu
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Auf der Suche nach der Wahrheit


Es war Freitag und Tom kam gut gelaunt und pünktlich in das Büro. Er holte sich frischen Kaffee und ging dann zu Semir der schon vor einem Berg Berichten saß. „ Morgen Partner, na schon bei der Arbeit?“, sagte Tom hängte seine Jacke über den Stuhl und setzte sich. „ Einer muss ja die Berichte schreiben“, antwortete Semir und nahm einen großen Schluck Kaffee. Tom schrieb auch noch einige Berichte und sagte dann“ Wollen wir nicht endlich unsere Runde drehen, ich kann diesen Papierkram nicht ausstehen“. „ Hast recht Tom, lass uns los, ich habe auch keine Lust dazu“, sagte Semir und beide machten sich auf den Weg zum BMW.
„Wie geht’s deiner Schwester eigentlich“, fragte Semir, als sie auf die Autobahn auffuhren.
„ Es geht wieder etwas besser, sie bekommt jetzt andere Tabletten und die Psychologin meinte, dass ihre Depressionen dann nach lassen. Nadja ist seit gestern aus der Psychiatrie entlassen worden und wollte mich heute Abend besuchen kommen“, sagte Tom.
„ Ich drücke auf jeden fall die Daumen, dass sie keinen Rückfall erleidet“, sagte Semir mit aufmunternder Stimme.

cool
29.07.2007 14:48
Manu
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Rückblick :
Nadja die Schwester von Tom litt seit einiger Zeit an schweren Depressionen und musste aufgrund starker Suizidgefährdung in psychologische Behandlung. Es wurden öfters die Tabletten gewechselt und die Dosis erhöht. Tom war fast jedes Wochenende zu Nadja gefahren, um die aufzumuntern. Jedesmal wenn sie einen Rückfall erlitt, kam Tom traurig in das Büro. Die Chefin hatte ihm gesagt, dass er unbezahlten Urlaub nehmen könnte, doch Tom wollte sich mit der Arbeit ablenken. Semir versucht ihn so gut es geht zu unterstützen und war auch selber mit Andrea bei Nadja. Der Anblick hatte ihn selber sehr erschreckt. Nadja die sonst eine lebenslustige, starke Frau war, war jetzt abgemagert, blass und wirkte sehr zerbrechlich. Man hatte das Gefühl das jeder Wille und die Freude am Leben aus ihr raus waren.
cool
30.07.2007 09:09
Manu
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Der Arbeitstag auf der Autobahn verlief ohne weitere Zwischenfälle und so konnten Tom und Semir pünktlich Feierabend machen. Semir machte sich auf den Weg zu Andrea, die schon mit einer selbstgemachten Pizza auf ihn wartete. Tom fuhr mit dem CLK zu seiner Wohnung und begann einen Auflauf zu machen. Er schob die Form in den Ofen und deckte liebevoll den Tisch. Es war schon lange her, dass er ein gemütliches Abendessen vorbereitet hatte. Nach Elenas Tod hatte er zwar Bekanntschaften gemacht, aber es hatte sich nie so etwas großes, wie mit Elena ergeben. Er zündete gerade die Kerze an, als es an der Haustür klingelte. Er öffnete die Tür und freute sich Nadja zu sehen. Beide umarmten sich und Tom nahm ihr ihre Jacke ab.“ Ich freu mich, dass du da bist, gut siehst du aus“, sagte Tom und umarmte Nadja noch mal. Nadja lächelte ihn an und ging dann in das Wohnzimmer. „ Man Bruderherz du hast dich ja richtig ins Zeug für mich gelegt und das Essen riecht auch zu lecker“, sagte Nadja.
„ Für dich würde ich alles tun, das weist du doch“, sagte Tom und bat sie am Tisch Platz zu nehmen. Er holte eine Flasche Wasser, denn Wein vertrug sich nicht mit Nadjas Tabletten und stellte den dampfenden Auflauf auf den Tisch. Nadja aß ordentlich davon und lobte Tom für seine Kochkünste. Nach dem Essen setzen sie sich auf das Sofa und redeten über alte Zeiten.
cool
31.07.2007 18:47
Manu
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Das Wochenende verging wie im Flug. Tom versuchte viel mit Nadja zu unternehmen, damit sie nicht wieder in Depressionen verfiel und es schien ihm auch zu gelingen. Soviel Lebensfreude hatte er lange nicht mehr bei ihr gesehen.

Montagmorgen kam Tom in das Büro und wurde von Semir gleich mit Fragen über Nadjas Gesundheitszustand bombardiert.“ Sie war wie ausgewechselt, ich hatte das Gefühl, das sie wieder ganz die Alte war“, sagte Tom und man merkte ihm die Erleichterung an. „ Das freut mich Tom“, sagte Semir. Beide tranken noch ihren Kaffee aus und machten sich dann auf den Weg zu ihrer täglichen Runde auf der Autobahn. Sie fuhren einige Zeit und Semir erzählte von seinem Wochenende mit Andrea. Als sie gerade unter einer Autobahnbrücke durchfuhren, bremste der Wagen vor ihnen stark und nach mehreren Drehungen kam er mit einem lauten Knall an der Leitplanke zum Stehen. Semir trat voll auf die Bremse und konnte gerade noch dem großen Gegenstand auf der Straße ausweichen. Semir riss die Tür auf, sprang aus dem Wagen und versuchte den herankommenden Verkehr zu stoppen. Es gab noch einige leichte Kollisionen, doch dann hatte Semir es geschafft. Tom informierte inzwischen die Dienststelle und lief dann zu dem Unfallwagen hin.
cool
01.08.2007 16:24
Manu
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Als er an dem großen Gegenstand vorbei kam, musste er schlucken, es war ein menschlicher Körper, eine Frau mit langen dunklen Haaren. Tom ging dichter an die Leiche ran, das Blut aus der zertrümmerten Schädeldecke vermischte sich mit den langen Haaren. Tom war jetzt direkt neben der Leiche, kniete sich hin und schrie: „ Neinnnnnnnn, Neinnnnnnnnnn“. Das letzte Nein war mit einen lauten schluchzen vermischt. Tom nahm den Kopf von der Frau auf seine Knie und strich mit einer Hand über die blutverschmierten Haare. Tränen liefen seine Wangen runter und tropften auf den Oberkörper der Frau.
Semir hörte Tom schreien und lief so schnell er konnte zur Unfallstelle zurück. Etwas außer Atem kam er bei Tom an. Was er dort sah, ließ ihm das Blut in den Adern gefrieren. Tom kniete neben Nadja auf der Autobahn, seine Sachen waren blutverschmiert, seine Wangen von den Tränen genässt und sein Körper bebte vom Weinen. Von Weitem hörte man die Sirenen der herankommenden Krankenwagen. Semir ging zu Tom und legte eine Hand auf seine Schulter. Tom reagierte nicht.
cool
02.08.2007 18:16
Manu
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Bonrath und Hotte kamen auch gerade zum Unfallort und sicherten die Unfallstelle ab. Der Gerichtsmediziner Rohwer ging auf Semir zu und sagte leise zu ihm „ Sie wissen doch, das die Leiche nicht bewegt werden darf, wie sollen wir jetzt rekonstruieren wie der Unfallhergang war“. „ Ich weis, sagte Semir, aber es ist die Schwester von Tom“. „ Das tut mir sehr leid, das wusste ich nicht. Okay ich werde es so versuchen“, antwortete Rohwer. „ Danke“, sagte Semir und versuchte Tom von seiner Schwester weg-
zubringen. Er kniete sich neben ihn, legte die Arme um ihn rum und half ihn hoch. „ Komm, Tom, ich bring dich zum RTW“. Tom legte Nadjas Kopf vorsichtig auf die Straße und ging ohne ein Wort zu sagen mit Semir zum RTW. Der Sanitäter legte ihm eine Decke um den Rücken und gab ihm eine Beruhigungsspritze. Semir ging zu Dr.Rohwer. „ Sieht aus wie Selbstmord, aber genaues kann ich ihnen erst nach der Obduktion sagen“, sagte er.“ Okay danke“. Semir nahm sein Handy und informierte die Chefin. Semir ging zum RTW zurück. Tom saß immer noch starr auf derselben Stelle, sein Blick ging ins Leere. „ Ihr Kollege hat einen Schock, das Beste ist, wenn er für ein paar Tage zur Beobachtung in die Klinik kommt“, sagte der Sanitäter. „ Nein, ich geh nicht in die Klinik, ich möchte nur in meine Wohnung“, sagte Tom mit entschlossenen Ton.
cool
03.08.2007 13:12
Manu
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Semir und der Sanitäter guckten sich erstaunt an, denn das waren die ersten Worte seit dem Unfall. „ Herr Kranich, es ist wirklich besser, wenn sie mit uns kommen“, sagte der Sanitäter. Tom schaute Semir mit den verweinten Augen an. Semir verstand was Tom wollte. „ Ich werde mich um ihn kümmern“, sagte Semir und merkte wie dankbar Tom ihm in diesen Moment war. Der Sanitäter schüttelte nur mit dem Kopf. „ Gut auf ihre Verantwortung, aber nehmen sie wenigstens diese Beruhigungstropfen für den Notfall mit“, sagte er. Semir bedankte sich und brachte Tom zum BMW. Er wollte gerade losfahren, als man den Sarg mit Nadjas Leiche an ihnen vorbeitrug. Semir sah wie Tom wieder einige Tränen die Wangen runterliefen. Semir startete den Motor und fuhr zu Toms Wohnung.

cool
04.08.2007 13:09
Manu
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Er konnte sich das Grinsen nicht verkneifen, als er sein Fernglas in den Rucksack verstaute. Genau das war es, was er wollte. Tom Kranich sollte den gleichen Schmerz ertragen, wie er vor 5 Jahren, als seine Frau von der Brücke stürzte. Er konnte sich noch gut daran erinnern. Seine Frau war selbst in psychologischer Behandlung wegen schweren Depressionen. Sie war nach dem Tot ihrer kleinen Tochter in Depressionen gefallen und auch nie wieder richtig aus diesem tiefen Loch rausgekommen. Kranich war Schuld daran, er hat den Kindermörder nicht rechtzeitig gefasst, obwohl genügend Hinweise vorlagen. Jetzt wird er dafür bezahlen.
Er hatte sich mit seiner Schwester angefreundet und sie auf die Brücke begleitet. Er wusste, dass Kranich und sein Kollege, wie jeden Morgen durch diese Autobahnbrücke fahren würde. Er wartete, als er den BMW sah, nahm er sie in den Arm und drückte sie an sich. Als sich ihre Lippen berührten, stieß er Nadja über die Brüstung. Sie schrie als sie stürzte, dann gab es einen dumpfen Knall. Er ging hinter die Hecke und beobachtet den Rest. Nachdem er Kranich nicht mehr sehen konnte, nahm er seinen Rucksack, stieg auf sein Motorrad und fuhr in das alte Fabrikgelände. cool
05.08.2007 13:10
Manu
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Er schob das Motorrad in die Halle und schmiss den Rucksack auf die Couch. Nachdem er sich ein kühles Bier aus dem Kühlschrank geholt hatte, ging er an den kleinen Tisch wo das Bild von seiner Frau und seiner Tochter drauf stand. Er nahm eine Kerze und zündete sie neben dem Bild an. Darüber hingen viel Zeitungartikel von damals.
Er nahm ein Messer und stach in das eine Bild wo Tom abgebildet war. Das Messer blieb in der dahinterliegenden Holzvertäfelung stecken. Er lachte und setzte sich auf einen Sessel.
„Du wirst dafür büßen Kranich“, sagte er leise und nahm einen großen Schluck aus der Bierdose.


Semir schaute während der Fahrt immer wieder besorgt zu Tom. Tom sagte kein Wort, er starrte aus dem Fenster. Semir wollte was sagen, doch er wusste nicht wie er anfangen sollte.
Sie fuhren fast 20 Minuten als Semir den Wagen vor Toms Wohnung hielt und den Motor ausmachte. Tom öffnete die Tür und stieg aus. Semir folgte ihm.
cool
06.08.2007 19:09
Manu
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„ Semir du brauchst nicht mit rein zukommen, ich wäre jetzt gerne alleine“, sagte Tom und schloss die Tür auf. „ Bist du dir sicher Tom? Ich lass dich jetzt wirklich nicht gerne alleine“, antwortete Semir und
schaute Tom in die Augen. „Ja ich bin mir sicher, danke dass du mich nach Hause gefahren hast“, sagte Tom und schmiss die Jacke über das Sofa. „ Okay, ich stell dir die Tropfen hier hin, aber tue mir den Gefallen, wenn irgendwas ist, melde dich sofort. Ansonsten komm ich später mit einer Pizza vorbei, damit du wenigstens was isst“, sagte Semir, klopfte Tom auf die Schulter und verließ die Wohnung. Er stieg in den Wagen und startete den Motor. Er fuhr zum Revier zurück.
Tom ging in das Bad, zog seine blutigen Sachen aus, schmiss sie in die Waschmaschine und ging duschen. Nachdem er sich frische Sachen angezogen hatte, ging er in die Küche und öffnete den Kühlschrank. Es standen noch zwei Flaschen Wein in der Tür. Tom nahm sie raus, öffnete sie und setzte sich an den Küchentisch. Schluck für Schluck leerte er die Flasche. Seine Gedanken kreisten um Nadja. Er konnte sich einfach nicht vorstellen, dass sie Selbstmord gemacht hatte. Sie war doch so voller Lebensfreude am Wochenende. cool
07.08.2007 19:32
Manu
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Tom ging zum Schreibtisch und suchte nach der Visitenkarte von Nadjas Psychiater. Er fand sie in einem Seitenfach, nahm das Telefon und wählte die Nummer. Es klingelte einige Male bis Dr. Rose abnahm. „ Rose“! , Was kann ich für Sie tun?“
„ Hallo Dr. Rose, hier spricht Kranich, Tom Kranich, der Bruder von Nadja”.
„ Ach, hallo Herr Kranich, wie geht es denn Nadja?“
„ Deswegen rufe ich an, sie......, sie ist..........“. Tom merkte wie ihm die Tränen wieder in die Augen stiegen.
„ Hat sie wieder einen Rückfall erlitten?“, fragte Dr. Rose.
„ Nein sie“, Tom schluckte kurz, „ Sie ist heute morgen von der Autobahnbrücke gesprungen“. Die letzten Worte kamen nur noch sehr leise über Toms Lippen.
„ War sie die letzten Tage wieder sehr depressiv, oder hat sie vergessen ihre Medikamente zu nehmen“? , fragte Dr. Rose bedrückt.
„ Deswegen rufe ich sie an, ich glaube nicht, dass sie sich umgebracht hat, wir waren das ganze Wochenende zusammen und sie war wie ausgewechselt. Wir haben viel gelacht und sie hat auch jeden Abend ihr Tabletten genommen. Ist es denn möglich, das sie trotzdem so schnell wieder in starke Depressionen fällt“? , fragte Tom.
„ Eigentlich nicht, dadurch, dass sie die Tabletten nimmt und unter ärztlicher Kontrolle ist. Normalerweise dauert der Prozess bis zu so einen schweren Rückfall viel länger. Hat sie denn einen Abschiedsbrief hinterlassen“? , fragte Dr. Rose.
„ Nein, die Kollegen haben nichts gefunden“, sagte Tom und nahm noch einen großen Schluck aus der neu geöffneten Weinflasche, die vor ihm auf dem Tisch stand.
„ Es ist schon seltsam, aber bei schweren Depressionen gibt es leider genau keine Zeitbegrenzung bis zum nächsten Schub“, antwortete Dr.Rose.
Tom bedankte sich für das Gespräch und beendete es. Nachdem er auch die zweite Flasche Wein geleert hatte, setzte er sich auf das Sofa und stellte den Fernseher an.
cool
08.08.2007 18:02
Manu
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Er schaltete von vorne nach hinten und wieder zurück. Es war dunkel geworden draußen. Tom starrte auf den Bildschirm. Es lief eine dieser Gerichtssendungen. Tom hörte gar nicht hin. Er dachte immer an Nadja. Plötzlich klingelte es an der Tür. „ Ich bin es Tom, machst du auf“, rief Semir. Tom stand auf und öffnete die Tür. Der Geruch von frischer Pizza stieg in seine Nase. „ Ich habe dir was zu essen mitgebracht“, sagte Semir und folgte Tom, der schon wieder zum Sofa gegangen war. Semir ging in die Küche und holte Besteck aus der Schublade. Er sah die beiden leeren Weinflaschen neben der Spüle stehen. Er schob die Pizza auf einen Teller und brachte sie Tom in das Wohnzimmer. „ Dann mal guten Hunger“, sagte Semir und setzte sich auf dem Sessel. Tom aß etwas und schob dann den Teller weg. „ Danke Semir, aber ich habe keinen Hunger mehr“, sagte Tom und stellte den Fernseher aus.
„ Ist okay, ich kann das gut verstehen“.
„ Semir, habt ihr auf der Brücke einen Abschiedsbrief gefunden“?
„ Nein, auch sonst keine Hinweise. Die Obduktion hat auch nicht mehr ergeben. Es wurden zwar andere Speichelspuren an den Lippen festgestellt, aber ansonsten deutet alles auf Selbstmord hin“, sagte Semir und es viel ihm schwer das Wort auszusprechen.
„ Es war kein Selbstmord und ich werde es beweisen“, sagte Tom und Semir sah den tiefen Schmerz in seinen Augen.
cool
09.08.2007 19:23
Manu
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„ Ich weiß, es ist schwer das zu verstehen Tom, aber alles spricht für Selbstmord und wenn du dich weiter damit quälst, das es vielleicht Mord sein könnte, machst du dich kaputt damit.
Ich werde dich unterstützen wo ich kann, aber ich werde nicht zulassen, dass du dich daran kaputt machst. Wir sind nicht nur Partner, sondern auch Freunde .Du hast mich so oft aus dem Dreck gezogen und ich bin jetzt auch für dich da.“
„ Danke Semir, ich weiß das zu schätzen, aber ich werde beweisen das es Mord war“, sagte Tom Entschlossen und holte noch zwei Flaschen Bier aus der Küche. Er und Semir redeten an dem Abend noch viel und es wurde spät als Semir endlich in sein Auto stieg und nach Hause fuhr. Tom schlief die Nacht nicht viel. Er wurde immer wieder wach und seine Augen brannten vom Weinen.

Reuter wachte an diesem Morgen gut gelaunt auf. Er hatte noch viel vor. Er schnappte seine Sachen und fuhr zu Kranichs Wohnung. Der Mercedes parkte vor der Tür und die Vorhänge in der Wohnung waren noch zugezogen. Er holte eine Bombe aus seinem Rucksack und befestigte sie unter Toms Wagen. Er aktivierte sie und ging hinter die nächste Hecke, die gegenüber von der Wohnung wuchs. Er zündete sich eine Zigarette an und wartete.
cool
10.08.2007 19:31
Manu
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Er wollte ihn nicht gleich umbringen, aber so ein Schreck in der Morgenstunde hatte noch niemand geschadet, dachte er und grinste.

Tom war wie gerädert, als er aufstand, er hatte das Gefühl, das er die ganze Nacht durch gemacht hatte. Nachdem er geduscht und seinen Kaffee getrunken hatte, schnappte er sich seine Jacke und zog die Tür hinter sich zu. Er wollte noch mal zur Autobahnbrücke fahren und sich dort umsehen. Als er etwa 500 Meter von seinem Wagen entfernt war, drückte er den Knopf auf seinen Sender und die Bombe detonierte. Tom wurde von der Wucht der Detonation zurückgeschleudert und blieb auf den Boden liegen.
„ Boom, viel Spaß heute Morgen“, sagte Reuter leise, legte einen Zettel ins Gebüsch und fuhr zurück.

Semir der gerade um die Ecke fuhr, sah einen riesigen Feuerball und Tom auf dem Rasen liegen. Er rief per Funk die Rettung und lief dann zu Tom. „ Tommmmmmmm, Tom“, rief er und kniete sich neben ihn.
cool
11.08.2007 16:16
Manu
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Tom versuchte gerade sich aufzurappeln. Sein Gesicht war schwarz vom Russ und er stöhnte kurz auf, als er sich hinsetze. „ Alles okay“, fragte Semir besorgt. „ Ja nur die Rippen haben was abbekommen“, erwiderte er. Semir hörte schon die Sirenen. Das Feuer wurde gelöscht und der Wagen zur KTU gebracht.
Semir brachte Tom erst mal in seine Wohnung zurück und verständigte die Chefin.
„ Ist wirklich alles okay“, fragte Semir noch mal
„ Ja es geht schon. Kannst du mich noch mal zur Brücke fahren? Ich wollte mich dort noch mal umschauen“.
„ Tom, die Spurensicherung hat alles abgesucht, ich denke, dass es wenig Sinn hat dort hinzufahren“.
„ Ich dachte du wolltest mir helfen, aber wenn du nicht willst, dann nehme ich ein Taxi und fahr alleine“, sagte Tom gereizt.
„ So war das nicht gemeint. Wenn du willst, fahren wir hin“.
Tom und Semir stiegen in den BMW. Toms Wagen war inzwischen abgeschleppt worden. Kurze Zeit später hielten sie an der Brücke. Tom und Semir stiegen aus und suchten nach Hinweisen. Tom suchte bei den Büschern und fand nach einiger Zeit in einem Busch einen Zigarettenstummel und ein Stück Papier. Er rief nach Semir, holte einen Handschuh aus seiner Tasche und hob den Zigarettenstummel auf. Nach dem er ihn in eine Tüte gepackt hatte, hob er das Stück Papier auf und lass.


Ich kriege dich……..
cool
12.08.2007 17:23
Manu
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Er legte auch das Papier in eine Tüte und zeigte beides Semir der inzwischen dazu gekommen war. „ Ich habe was gefunden, das muss sofort in die KTU“, sagte er.
„ Tom, hier kann jeder seinen Zigarettenstummel hinwerfen und ob das Stück Papier was zu sagen hat, müssen wir auch beweisen“.
„ Du glaubst immer noch, dass es Selbstmord war“.
„ Warten wir erst mal ab, was Hartmut dazu sagt, okay“, erwiderte Semir.
Beide stiegen wieder in den Wagen und fuhren zur KTU. Hartmut hatte gerade am Mercedes gearbeitet. „ Hallo Hartmut, wir haben noch was an der Brücke gefunden, kannst du das mal checken“, sagte Semir. „ Hartmut kam mit schmierigen Händen auf beide zu. „ Tom es tut mir sehr leid mit deiner Schwester“, sagte er. „ Danke, aber kannst du das schnellstens untersuchen“, antwortete Tom.
„ Ich hab schon bei deinem Wagen was festgestellt. Die Bombe, die daran befestigt war, war mit einem Funkmechanismus ausgestattet. Der Täter kann keine 1000 Meter von deiner Wohnung entfernt gewesen sein. „ Was! , das darf doch nicht wahr sein. Tom du wurdest beobachtet und er wusste genau, wann er den Zünder aktiviert“, fuhr es wütend aus Semir raus.
„ Ja, er muss Tom beobachtet haben. Weiterhin haben wir auch auf der anderen Straßenseite ein Stück Zettel gefunden, wo genau der gleiche Text drauf stand wie auf diesem“, sagte Hartmut und hielt die Tüte mit dem Zettel hoch. „ Da hat es jemand auf dich abgesehen, Tom. Ich fahre dich erstmal nach Hause und schick dir Bonrath und Hotte als Schutz vorbei. Du kannst jetzt auf keinen Fall alleine bleiben“, sagte Semir und schaute zu Tom.
cool
13.08.2007 19:24
Manu
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„ Nein, ich werde mich nicht verkriechen Semir. Das Schwein hat Nadja von der Brücke gestoßen und dafür wird er bezahlen.“
„ Was willst du machen, wenn wir ihn haben? Ihn töten? Er ist das nicht wert, Tom! Du bist Polizist und musst auch so handeln“.
„ Nein Semir, ich habe schon bei Elena so gehandelt. Auch da habe ich mich wie ein Polizist verhalten und das gemacht, was man in so einer Situation machen würde. Jetzt hat man mir wieder einen geliebten Menschen genommen und diesmal handel ich richtig“, sagte Tom und Semir konnte den Hass in seinen Augen sehen.
Semir versuchte zwar Tom noch zu überreden, ihn nach Hause zu fahren, aber es war zwecklos. Tom wollte nur noch Rache und er wollte endlich wissen, wer ihm das angetan hatte. Beide fuhren zum Revier zurück. Semir betrat als erstes das Revier. Tom kam gleich hinter ihm. Bonrath und Hotte wünschten ihm Beileid. Tom ging ohne ein Wort zu sagen an allen vorbei in sein Büro und schloss die Tür. Er hängte seinen Mantel an den Ständer und ließ sich auf seinen Stuhl fallen. Semir nahm ihm gegenüber Platz. In dem Moment öffnete die Chefin die Tür und trat ein. Sie schaute kurz zu Semir und dann zu Tom. „ Tom, es ist besser, wenn sie an diesem Fall nicht weiterarbeiten. Sie nehmen sich am besten Urlaub bis das alles vorbei ist. Semir wird bei ihnen bleiben“, sagte Anna.
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14.08.2007 19:14
Manu
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„ Aber Chefin, ich will diesen Kerl schnappen“, sagte Tom etwas lauter.
„ Tom, das ist kein Vorschlag, sondern ein Befehl. Sie fahren jetzt mit Semir sofort nach Hause. Ende der Diskussion“, sagte Anne energisch und verließ das Büro. Mit einem lauten Knall flog die Tür ins Schloss. „ Das darf doch alles nicht war sein“, schrie Tom und schlug mit der Faust auf den Tisch. Semir stand auf, ging zu Tom und legte seine Hand auf die Schulter. „Komm Partner, wir fahren erstmal zu dir“, sagte Semir und gab Tom den Mantel. Beide verließen das Büro. Semir gab Andrea ein Zeichen, dass sie später auch kommen sollte.

Reuter war inzwischen zu Tom in die Wohnung gefahren und hatte sich mit dem Schlüssel, den er vorher Nadja abgenommen hatte, einlass verschafft. Er schaute sich etwas um und ging dann in das Bad. Er nahm den Lippenstift, den er Nadja entwendete hatte und schrieb damit auf Toms Spiegel: Die Farbe des Blutes. Er grinste. Er holte seine Videokassette raus , die er während er mit Nadja auf der Brücke stand aufgenommen hatte und stellte das Band und den Fernseher an. Danach nahm er die Fernbedienung und ging aus der Wohnung, um sich hinter dem Wohnzimmerfenster auf die Lauer zu legen.


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15.08.2007 18:40
Manu
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Wenig später fuhr Semir den BMW auf die Auffahrt von Toms Wohnung. Beide stiegen aus und gingen zur Haustür. Tom schloss die Tür auf und holte erstmal zwei Flaschen Bier aus dem Kühlschrank. Sie setzten sich auf die Couch. In dem Moment drückte Reuter auf die Fernbedienung und das Band fing an zu laufen Tom guckte erschrocken zu Semir und umgekehrt. „ Hast du dich auf die Fernbedienung gesetzt?“, fragte Tom erschrocken. Semir stand kurz auf und schaute, ob er sich auf die Fernbedienung gesetzt hatte. „ Nein, ich sitze auf keiner Fernbedienung“, aber mehr konnte er nicht sagen, denn was er auf den Bildschirm sah, verschlug ihm die Sprache. Nadja, lachte freudig und beugte sich vor, um ihn zu küssen, als er mit einen kräftigen Stoß Nadja über die Brüstung stürzte. Tom sprang auf und drückte den An und Aus Knopf auf seinem Fernseher. Mit einem leisen Knistern ging der Fernseher aus. Semir sah, das Tom kreidebleich geworden war. Tom schluckte paarmal und lief dann ins Bad, wo er sich auf der Toilette übergab. Als er fertig war, drückte er die Spülung und ging zum Waschbecken. Er nahm ein paar Schlucke kaltes Wasser und spülte sein Gesicht mit dem Wasser ab. Nachdem er sich das Gesicht abgetrocknet hatte, sah er in den Spiegel und sah die Schrift, die mit rotem Lippenstift drauf geschrieben war. Er taumelte etwas zurück und lehnte sich an die Wand. cool
16.08.2007 19:18
Manu
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„ Tom, alles klar bei dir“, rief Semir, denn es war auf einmal sehr still geworden im Bad. „ Semir, kommst du bitte mal“, rief Tom leise. Semir stand auf und ging zum Bad. Er öffnete die angelehnte Tür und sah Tom an der Wand lehnen. „ Er war hier, das ist Nadjas Lippenstiftfarbe, ich erkenne das“, sagte Tom. Semir schaute zum Spiegel. „ Ich rufe sofort die Spurensicherung, vielleicht können sie noch Fingerabdrücke sicherstellen. Semir begleitete Tom zum Wohnzimmer zurück und setzte sich neben ihn. Wenig später kam die Spurensicherung. „ Tom, du kommst jetzt mit zu mir und Andrea. Du bist hier nicht mehr sicher“, sagte er energisch. Tom erwiderte nichts mehr. Wie ein Geist folgte er Semir zum Wagen. Nach einer kurzen und ruhigen Fahrt, stiegen beide bei Semir aus. Semir hatte sie schon bei Andrea angekündigt. Als sie Tom sah, bekam sie einen Schreck. Tom war sehr blass. Sie machte allen erstmal einen Kaffee. Wenig später kam sie mit einem Tablett und drei Tassen mit duftenden Kaffee ins Wohnzimmer. Semir gab ihr einen Kuss auf die Wange und nahm eine Tasse vom Tablett. Er stellte sie vor Tom auf den Wohnzimmertisch.“ Trink erstmal was Tom“, sagte er.“ Danke Euch, aber wenn es Euch recht ist, würde ich mich gerne erstmal hinlegen“. „ Klar, du kannst oben im Gästezimmer schlafen, ich habe schon alles fertig gemacht“, sagte Andrea. Tom stand auf, lächelte kurz und ging dann die Stufen zum Gästezimmer hoch. cool
17.08.2007 17:24
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